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Maschinensicherheitsscheiben

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Anwendungsgebiete von Maschinenschutzscheiben

  • Drehen
  • Fräsen
  • Schleifen

Maschinenschutzscheiben bieten dem Bediener wirksamen Schutz vor ...

 

gebrochenen Spannbacken,Werkzeugen und sich lösenden Werkstücke, heißen Spänen, abgebrochenen Werkzeugteilen und Werkstückteilen, Bruchstücken berstender Schleifscheiben.

 

Informationen zum Thema Sicherheitsscheiben:

 

Sicherheitsscheiben sind fangende Schutzeinrichtungen an Werkzeugmaschinen. Sie verhindern das Herausschleudern von Werkzeugen, Werkstücken und Bruchstücken aus dem Arbeitsraum der Maschine und schützen so Personen vor Verletzungen durch wegfliegende Teile. Wie aus Unfallstatisiken hervorgeht, ereignen sich bei der spanenden Bearbeitung Arbeitsunfälle immer noch vielfach dadurch, daß Arbeitnehmer von fortgeschleuderten Teilen getroffen werden. Sichtscheiben an Werkzeugmaschinen, idealerweise in Kombination mit Drehfenstersystemen, sollen dem Bediener Einblick in die Maschine gewähren und so den Fertigungsprozeß transparent machen. Sind die Sichtscheiben im Flugbereich weggeschleuderter Teile angeordnet, müssen sie auch eine ausreichende Rückhaltefähigkeit aufweisen. Als Material für Sicherheitsfenster eignet sich nach den gegenwärtigen Versuchen und Erkenntnissen am besten Polycarbonat. Der Grund liegt in dem hohen Energieaufnahmevermögen dieses Materials. Die Rückhaltefähigkeit einer 8 mm dicken PC-Scheiben entspricht in etwa einem 3 mm dicken St 12.03 Stahlblech. Polycarbonat hat aber den Nachteil, daß es  kratzempfindlich ist und durch die auf die Oberfläche prallenden heißen Späne und Funken beschädigt wird. Auch ist es nur wenig beständig gegenüber der Einwirkung von Kühlschmiermittelstoffen, Fetten und Ölen, die zur Versprödung des PC führen. Hierdurch kann die Rückhaltefähigkeit innerhalb weniger Jahre drastisch abnehmen. PC-Sicherheitsscheiben von HEMA sind durch ihre Kapselung und Versiegelung gegen diese äußeren Einflußfaktoren dauerhaft und wirksam geschützt. Durch äußere mechanische Einwirkungen beschädigte, z.B. Risse oder tiefe Kratzer aufweisende, oder aber durch chemische Einwirkungen blind gewordene Sichtscheiben müssen aber trotzdem ausgetauscht werden, da deren Schutzfunktion nicht mehr in vollem Umfang gewährleistet ist. Zu spanenden Werkzeugmaschinen liegen Normen für Drehmaschinen (DIN EN 12415) und für Fräsmaschinen bzw. Bearbeitungszentren (DIN EN 13128 und DIN EN 12417) vor. Diese Normen sind die Grundlage für die Konzeptionen unserer Maschinensicherheitsscheiben und Drehfenstersysteme. Die Rückhaltefähigkeit von Sicherheitsscheiben hängt nicht nur von der Stärke des verwendeten PC-Materials ab, sondern auch von der Blechkonstruktion, in die sie eingebaut werden. Hierfür eignen sich am besten Klemm- und Klebeverbindungen sowie Rahmenlösungen. Um beim Aufprall von Teilen das Durchstoßen der Scheibe durch den Rahmen der Schutzeinrichtung zu verhindern, müssen die Verbindungen mit einer ausreichenden Überdeckung ausgeführt sein.

 

Die Antwort auf das Thema Sicherheitsscheiben ...

  • Verwendung finden nur geprüfte Qualitätsscheiben aus Polycarbonat (PC) mit einer leistungsfähigen Oberflächenbeschichtung, die wirksamen Schutz gegen  Chemikalien, Abrieb und Verkratzung gewährleistet.
  • Es werden PC-Scheiben namhafter Hersteller eingesetzt.

  • Die PC-Scheiben sind in allen marktgängigen Stärken lieferbar. Grundmaterial sind PC-Platten von 4 mm bis 15 mm Stärke.
  • Sie werden auf der Maschineninnenraumseite zusätzlich mit Einscheiben- oder Verbundscheibensicherheitsglas geschützt. Kundenspezifisch können die Aufbauten der Scheiben aus PC, Folie und Glas angelegt werden.
  • Standardmäßig werden Verbundglasscheiben eingesetzt, die im Fall der Beschädigung aufgrund ihrer sehr geringen Zersplitterung ein geringeres Verletzungsrisiko und weniger Reinigungs- und Standzeiten in der Maschinenkabine aufweisen.
  • Die Scheibenkanten sind diffusionsdicht und kühlmittelresistent versiegelt, auf Wunsch zusätzlich mit ALU-Rahmen oder VA-Rahmen zur optimalen Montage lieferbar.
  • Die Scheiben und Komponenten werden nach EN 12415 Beschußklassen A1 bis C3 im Beschussinstitut IWF Berlin auf ihr Rückhaltevermögen getestet und entsprechen den Maschinenschutzforderungen CEN/TC 143/WG3.
  • Auf die gekapselte und versiegelte Sicherheitsscheibe kann der Kunde eine fünfjährige Rückhaltegarantie erhalten (gemäß den Garantiebestimmungen).
  • Die Integration von modernen Drehfensterlösungen wie VISIPORT ist ohne Sicherheitsrisiko und zusätzlichen Montageaufwand möglich.

 

Aufbau von Polycarbonatscheiben

Folgende Konstruktionsausführungen werden angeboten:
  • Typ F: Kostengünstige Variante für viele Anwendungen geeignet, bei größeren Scheiben oder stärkster Beanspruchung weniger geeignet, kurze Lieferzeiten
  • Typ T: Weiterentwicklung des Typ F mit voll flächiger Verbindung zwischen Polycarbonat und Glas, Vorteile: hohe Stabilität, kein Beschlagen im Scheibeninnenraum, Möglichkeit des Kühlmitteleintritts zwischen PC und Glas ausge schlossen, hohe Belastbarkeit
  • Typ A: im Vakuumverfahren (Autoklaven) hergestellter Scheibenverbund höchster Qualitätsstufe, dauerhafte Verbindung aller Scheiben unter Temperatur und Druck, kompakte mehrlagige Struktur möglich. 

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Alle Bauformen können optional mit Stufungen, Schutzfolien, Aluminium- oder Stahlrahmen ausgeführt werden. Nach Berechnung der Beschussklassen und unter Berücksichtigung der individuellen Platzverhältnisse werden dann die Polycarbonatstärke und der Fensteraufbau definiert.

 

Maschinensicherheitsscheiben

 
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